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Musik liegt in der Luft

Musikalische Achterbahn und echt laute Musik

Der erste Sonntag im September gehört der Kerb - aber am zweiten Sonntag ist mit der gleichen Wahrscheinlichkeit Altstadtfest und Tag des offenen Denkmals und Deutscher Orgeltag - und wir waren wieder dabei.

Geheimnisse von St. Martin

Obwohl die St. Martinskirche dieses Jahr hinter einer der vier Bühnen versteckt war, fanden unsere Besucher doch den verschlungenen Weg in die Kirche.

Der erste Führung, wie immer professionell und kurzweilig von Tilman Lichtenthaeler gestaltet, zeigte einen tieferen Einblick in die Besonderheiten des Gebäudes und seiner Geschichte:
- Dem Geheimnis der vorderen linken Säule,
- dem Zusammenhang einer auf links gedrehten Jeans mit unserem Innenraum oder
- warum der Taufstein früher ganz woanders stand.

Magic Pipes - Grenzüberschreitungen

Dann folgte das Orgelkonzert mit Christoph Brückner : Magic Pipes - Grenzüberschreitungen.
Ein wirklich außergewöhnliches Konzert, das allen Zuhörern super gefallen hat!

Gleich zu Beginn gab es ein tolles Goodie während die frisch restaurierte Orgel die "Ode an die Freude" schmetterte: Der leider viel zu selten genutzte Zimbelstern hatte einen Auftritt (und das geneigte Publikum weiß jetzt, wie rum er sich dreht).

Cross over - eine musikalische Achterbahn

Und dann ging es Schlag auf Schlag mit Highlights weiter: Die traditionellen Stücke waren verknüpft mit modernen Liedern: "Gott ist gegenwärtig" trifft auf "Winds of Change", und die Beatles passen prima zu Paul Gerhardt. Die "Humoreske" von Dvorak ist ein Klavierstück, aber ein Profi kann sie auch auf unserer Orgel spielen: "Für Viele darf das nicht sein, aber ich denke, es geht trotzdem". Ja, es geht prima. Und "Pachelbel Changes" ist ein Kanon mit nur acht Tönen, eine "musikalische Achterbahn - also gut festhalten".
Hören Sie doch mal rein: Hier z.B. der Klezmer Marathon.
Nach dem Konzert gab es einhellige Kritik: Das Konzert war ein Spaß für Jung und Alt - gerne wieder!

Es klingen die Glocken - und die Ohren

Zum Abschluss das dritte Highlight: Die Glockenturmführung mit Tilman Lichtenthaeler. Zunächst gab es eine kurze Einführung über die Wichtigkeit von Glocken früher und heute. Wichtig? Wichtig! Als vor 30 Jahren und vier Monaten unsere Glocken für ein halbes Jahr schwiegen, war das recht verwirrend für die Kelsterbacher.
Und dann wurde es richtig laut! Wichtigstes Utensil oben auf dem Turm: Der rechte und der linke Zeigefinger, denn ohne diese in den Ohren gab es Tinnitus-Alarm.

Zunächst hieß es: Deckung! Denn nicht nur die Glocken schlagen aus, auch der Klöppel ist gefährlich.
Tilman Lichtenthaeler schaltete alle sechs Glocken an, immer schön eine nach der anderen dazu, bis der Glockenturm zu beben schien.

Ein 5.6 Tonnen schweres Geläut, das in ganz Kelsterbach zu hören ist, ist auch ziemlich gut zu hören, wenn man direkt daneben steht ;-)


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